Allergien bei der Katze

Auch Katzen können, wie wir Menschen, unter Allergien leiden. Unter einer Allergie versteht man eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe wie Futterbestandteile oder Pollengräser.

Eine Allergie kann in jedem Alter auftreten und somit auch später im Katzenleben entstehen. Wir zeigen dir heute, welche Allergietypen es gibt und wie eine Allergie diagnostiziert und behandelt wird.

Die verschiedenen Allergietypen

Die Flohspeichelallergie

Dieser Allergietyp kommt bei der Katze am häufigsten vor. Dabei reagieren die Katzen auf bestimmte Bestandteile im Flohspeichel allergisch. Bereits ein Flohbiss reicht dabei aus, um eine allergische Reaktion und damit starken Juckreiz auszulösen! Dieser kann dann sogar mehrere Wochen anhalten.

Was du grundsätzlich gegen Flöhe unternehmen kannst, erfährst du in unserem Blogbeitrag: Flohbefall bei Haustieren – Was kann ich dagegen tun?

Die Futtermittelallergie

Am zweithäufigsten tritt die Futtermittelallergie auf. Hierbei handelt es sich um eine allergische Reaktion auf bestimmte Futtermittelbestandteile.

Auch bei diesem Allergietyp leiden viele der betroffenen Katzen unter einem starken Juckreiz. Aber auch Magen-Darm-Probleme wie Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen oder Erbrechen können auftreten.

Die Umweltallergie (Atopie)

An dritter Stelle steht die Umweltallergie, auch Atopie genannt.
Katzen mit einer Umweltallergie reagieren auf Pollen von Bäumen, Gräsern oder Pflanzen sowie Hausstaubmilben oder Schimmelpilze allergisch.

Auch Katzen mit einer Umweltallergie leiden vorrangig unter starkem Juckreiz, der, je nach Allergieauslöser, das gesamte Jahr über besteht oder bei einer Pollenallergie beispielsweise nur im Frühjahr auftritt.

Symptome bzw. Anzeichen einer Allergie

Bei einer Allergie können unterschiedliche Krankheitsanzeichen auftreten. Dabei leiden die allermeisten Katzen jedoch unter einem teils starken Juckreiz.

Je nach Stärke des Juckreizes kann es infolgedessen zu offenen, nässenden Wunden und Hautentzündungen kommen.
Bei einem milden Juckreiz putzt sich die Katze vermehrt, die Haare brechen ab bzw. haarlose Stellen treten auf.

Daneben können weitere Symptome auftreten:

  • Magen-Darm-Probleme (Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Bauchschmerzen)
  • entzündete Augen
  • Husten, Atembeschwerden
  • Unruhe, Nervosität

Diagnose und Behandlung

Besteht der Verdacht, dass deine Katze unter einer Allergie leiden könnte, erfolgt die Diagnose mittels Ausschlussverfahren.

Das bedeutet, dass man zunächst alle Krankheiten, die ähnliche Symptome verursachen können, ausschließt (beispielsweise andere Hautkrankheiten).

Danach erfolgt im ersten Schritt eine Flohprophylaxe, um so Flohspeichelallergien ausschließen zu können.
Bleibt der Juckreiz trotz Flohschutz bestehen, erfolgt im nächsten Schritt eine sogenannte Ausschlussdiät.
Stellt sich erneut keine Besserung ein, können Futtermittelallergien ausgeschlossen werden und es handelt sich vermutlich um eine Umweltallergie.

Leidet deine Katze unter einer Flohspeichelallergie, sollte sie ganzjährig gegen Flöhe behandelt werden.

Bei einer Futtermittelallergie nimmt man die Ausschlussdiät als Futtergrundlage und versucht nun schrittweise neue Lebensmittel einzuführen. Leidet deine Katze unter einer Futtermittelallergie, muss sie lebenslang eine individuelle Diät bekommen.

Die Umweltallergie ist am schwierigsten zu behandeln. Zwar kann man versuchen, die allergieauslösenden Stoffe zu meiden, aber das klappt oftmals nur bedingt.
Eine Desensibilisierung (wie beim Menschen oder beim Hund) kann auch bei der Katze durchgeführt werden. Hierbei wird der Katze in immer größeren Abständen eine Lösung gespritzt, die die allergieauslösenden Stoffe (Allergene) enthält.
Daneben wird die Umweltallergie in der Regel symptomatisch behandelt und gleichzeitig sollte man versuchen, die allergieauslösenden Stoffe so gut es geht zu meiden.

Hausmittel bei Allergien

Neben den oben genannten Behandlungsansätzen kann man seine Samtpfote aber auch noch zusätzlich unterstützen.

Omega-3-Fettsäuren

Gerade bei allergischen Katzen ist die Gabe von essenziellen Fettsäuren sinnvoll, da ihre Hautbarriere bereits gestört ist.
Durch die Gabe von Omega-3-Fettsäuren kann die Hautgesundheit insgesamt verbessert werden. Darüber hinaus haben Omega-3-Fettsäuren viele weitere positive Effekte auf den Stoffwechsel.
Vor allem Lachsöl und Leinöl enthalten reichlich Omega-3-Fettsäuren.

Shampoonieren & Hautpflege

Gerade bei Katzen nicht so einfach, aber dennoch sehr effektiv, ist das regelmäßige Waschen mit einem sanften und pflegenden Shampoo.

Regelmäßig durchgeführt kann der Juckreiz so deutlich gemindert werden.
Aber Achtung: Leidet deine Katze unter einer Flohspeichelallergie wird dadurch auch der Flohschutz „abgewaschen“ und wirkt nicht mehr so lange.

Daneben gibt es verschiedene Pflegeprodukte, die äußerlich auf die Haut aufgetragen werden und so die Haut pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen.
Regelmäßig eingesetzt kann das dazu beitragen, den Juckreiz zu mindern und die Hautbarriere zu stärken.

Immunsystem stärken

Da eine Allergie eine überschießende Reaktion des Immunsystems ist, ist es sinnvoll, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken.

Dafür eignen sich beispielsweise Hagebuttenpulver oder Bierhefe hervorragend.

Die in der Bierhefe enthaltenen B-Vitamine unterstützen nicht nur das Immunsystem, sondern fördern auch die Hautgesundheit und das Fellwachstum.

Hagebutten wiederum sind ein wahres Superfood und zeichnen sich durch einen besonders hohen Gehalt an Vitamin C aus. Vitamin C und weitere in der Hagebutte enthaltene Vitalstoffe unterstützen das Immunsystem deines Lieblings.

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