Hundesenioren - die wichtigsten Fütterungstipps

Hundesenioren - die wichtigsten Fütterungstipps

Mit zunehmendem Alter unserer Hunde verändern sich auch die Bedürfnisse an das Futter. Denn im Alter wird nicht nur die Verdauung träge und die Beweglichkeit nimmt ab, sondern auch die körpereigenen Abwehrkräfte brauchen vermehrt Unterstützung.

Worauf du genau bei der Fütterung deines Hundeseniors achten solltest, erklären wir dir heute.

Wann ist mein Hund ein Senior?


Wann genau dein Hund ein Senior ist, hängt maßgeblich von der Rasse, Größe und auch von der Veranlagung ab.
Tendenziell beginnt das Seniorenalter bei kleineren Hunden erst mit acht bis zehn Jahren. Bei großen Hunden tritt das Seniorenalter bereits ab ca. sieben Jahren ein.

Gehört dein Liebling bereits zu den Senioren, ist es sinnvoll, seine veränderten Bedürfnisse frühzeitig zu erkennen und entsprechend anzupassen.

Dazu gehört auch, dass du bei der Fütterung einiges beachten solltest.   

1. Unterstütze die Gelenkfunktion


Wird der Hund älter, geht das oft mit einer verringerten Aktivität einher. Plötzlich ist ein ausgiebiges Schläfchen auf dem Sofa reizvoller als ein ausgedehnter Spaziergang.

Viele ältere Hunde entwickeln außerdem Arthrosen, wodurch die Aktivität zusätzlich verringert wird und der Hund beispielsweise Probleme mit dem Aufstehen oder beim Treppensteigen hat.

Mit den richtigen Ergänzungen kannst du jedoch die Gelenkfunktion optimal unterstützen.
Verschiedene Vitalstoffe aus der Grünlippmuschel oder der Teufelskralle können dabei helfen, den Gelenkstoffwechsel zu unterstützen.

Auch die wertvollen Omega-3-Fettsäuren aus dem Lachsöl wirken sich positiv auf dem Gelenkstoffwechsel und sollten in keinem Hundenapf fehlen. 
Wenn dein Hund bereits mit Arthrose zu kämpfen hat, findest du in unserem Blogbeitrag wichtige Tipps für euren Alltag.


2. Halte die Muskeln fit


„Wer rastet, der rostet“ — dieses Sprichwort gilt vor allem für ältere Hunde. Denn wenn sich dein Hund weniger bewegt, verliert er damit Muskulatur und auch die Gelenkschmiere wird nicht mehr in ausreichender Menge produziert.
Die Muskulatur ist jedoch enorm wichtig für den Bewegungsapparat und schützt quasi die Gelenke.

Deshalb gilt: auch wenn dein Hund sich nicht mehr so gerne bewegen mag, mehrmals kleinere Spaziergänge am Tag sind Pflicht.


3. Achte auf eine hochwertige Futterzusammensetzung


Nimmt der Bewegungsdrang ab und der Stoffwechsel wird langsamer, sinkt auch der Kalorienbedarf. Damit dein Liebling kein Übergewicht entwickelt, solltest du also die Kalorienzufuhr entsprechend reduzieren.
Um Leber und Nieren zu entlasten, solltest du beim Futter auf bindegewebsreiche Futtermittel wie Innereien und Schlachtabfälle (Sehnen etc.) verzichten. Denn schwer verdauliche Futtermittel werden nicht vollständig im Dünndarm abgebaut und gelangen in den Dickdarm, um dort von den dortigen Bakterien abgebaut zu werden. Dabei entstehen Ammoniak, biogene Amine und Histamin, was wiederum über die Leber und Nieren verstoffwechselt werden muss. 

Stattdessen sollte das Futter deines Seniors aus hochwertigen tierischen Bestandteilen wie Muskelfleisch, Milchprodukten, Eiern und Kohlenhydraten wie Kartoffeln oder Reis bestehen.

Bindegewebsreiche Kausnacks wie Sehnen, Ohren oder Ochsenziemer sind daher für ältere Hunde ungeeignet.

4. Verhindere Übergewicht


 Viele Hunde haben im Alter mit Übergewicht zu kämpfen. Meistens entsteht dieses dadurch, dass auf der einen Seite die Bewegung abnimmt, aber gleichzeitig das Futter unverändert bleibt. Dadurch werden oftmals zu viele Kalorien gefüttert und der Hund nimmt zu.

Übergewicht sollte aber in jedem Fall verhindert werden, da es nicht nur die Gelenke zusätzlich belastet, sondern auch andere Organe wie z. B. das Herz-Kreislauf-System.

Hat dein Hund bereits einige Kilos zu viel auf den Rippen, solltest du aber auf keinen Fall einfach die bestehende Futtermenge reduzieren. Denn so nimmt dein Hund zwar weniger Kalorien zu sich, aber auch deutlich weniger Nährstoffe. Und gerade unsere Hundesenioren haben einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen. Daher solltest du besser zu einem speziellen Seniorfutter greifen. Diese sind in der Regel kalorienärmer aber dafür sehr nährstoffreich.

5. Unterstütze das Immunsystem


Im Alter wird das Immunsystem träger und die körpereigenen Abwehrkräfte schwächer.

Daher benötigt das Immunsystem extra viele Nährstoffe. Insbesondere B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin E und Zink unterstützen die Abwehrkräfte, fungieren als Antioxydanzien und schützen somit die Zellen.


6. Unterstütze die Darmgesundheit


Auch der Darm wird im Alter schwerfälliger, was zu Verdauungsstörungen führen kann. Um die Darmtätigkeit anzuregen, können Ballaststoffe eingesetzt werden. Sie verbessern nicht nur die “normale” Darmmotilität, sondern wirken auch präbiotisch und stärken somit die Darmflora.
Auch Probiotika, also lebende Mikroorganismen, können gezielt eingesetzt werden, um die Darmgesundheit zu fördern.


7. Achte auf die Zahngesundheit


Viele ältere Hunde haben außerdem Schwierigkeiten mit ihren Zähnen. Zahnstein, aber auch Zahnfleischentzündungen, Parodontose und sogar Zahnverlust können Probleme bereiten.

Da Zahnstein nur unter Vollnarkose entfernt werden kann, solltest du unbedingt auf die Zahnhygiene achten.
Leider mögen viele Hunde das Zähneputzen nicht, in diesen Fällen kann man mit speziellen Ergänzungen Zahnablagerungen und Zahnstein verhindern.

 

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