Erbrechen, Durchfall und Verstopfung gehören zu den häufigsten Verdauungsstörungen der Katze.
In den allermeisten Fällen sind die Ursachen für Erbrechen, Durchfall und Verstopfung glücklicherweise harmlos und lassen sich leicht behandeln.


Meine Katze hat Durchfall

Durchfall, auch Diarrhö genannt, ist wirklich unangenehm für deine Katze und führt dazu, dass sie häufig Kot absetzen muss.
Gerade plötzlich auftretender Durchfall kann durch folgende Ursachen entstehen:
  1. falsches Futter, zu schneller Futterwechsel oder eine Futtermittelunverträglichkeit/ Allergie
  2. Parasiten wie Würmer oder Einzeller (Giardien, Kokzidien)
  3. Magen-Darm-Infektionen aufgrund von Bakterien oder Viren
  4. Organerkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Bauchspeichelentzündung
  5. Stress

Da gerade starker Durchfall zu einem massiven Wasser- und Elektrolytverlust führen kann, solltest du den Durchfall deiner Katze immer ernst nehmen.
Wenn du dir nicht ganz sicher bist, ob deine Katze Durchfall hat, solltest du dir zunächst einmal den Kot von ihr anschauen. Bei einer Freigängerkatze kann sich das leider etwas schwierig gestalten. Sie sollte bei einem entsprechenden Verdacht (z. B. Kotreste am After) zunächst lieber drinnen bleiben.
Ist der Kot deiner Katze weich oder sogar dünnflüssig oder mit Schleim überzogen, leidet sie an Durchfall. Auch das übermäßige Pressen auf Kot kann ein Hinweis auf eine Durchfallerkrankung sein.
Handelt es sich um eine chronische Erkrankung - das bedeutet der Durchfall hält länger als 4 Wochen an - können zusätzlich auch noch Gewichtsverlust, Müdigkeit und Schwäche sowie vermehrter Durst auftreten.


Hausmittel gegen Durchfall bei Katzen

Wenn der Durchfall plötzlich auftritt und es deiner Katze insgesamt gut geht, kannst du zunächst mittels einer Schonkost versuchen, diesen in den Griff zu bekommen.
Hierfür solltest du deinem Liebling eine Kombination aus leicht verdaulichen Komponenten, wie gekochte Hühnchen- oder Putenbrust, Kartoffelbrei oder weich gekochten, ungesalzenen Reis geben.
Lass deine Katze bitte nicht fasten!
Das Futter sollte immer in kleinen Mengen und zimmerwarm angeboten werden. Daneben sollte deine Katze viel Flüssigkeit zu sich nehmen, um die entstandenen Wasser- und Elektrolytverluste zu kompensieren.
Freigängerkatzen sollten erst einmal zu Hause bleiben.
Außerdem benötigt deine Katze viel Ruhe, um sich zu erholen. Sobald es deiner Katze wieder besser geht, kann sie wieder langsam an ihr normales Futter gewöhnt werden.
Um keine weitere Magenverstimmung zu riskieren, sollte die Futterumstellung langsam und schrittweise erfolgen.

Bleibt der Durchfall auch nach 2 Tagen noch bestehen und/ oder das Allgemeinbefinden deiner Katze verschlechtert sich, solltest du deinen Tierarzt vor Ort zu Rate ziehen.

Um die Darmgesundheit deiner Katze optimal zu unterstützen, eignet sich unser Ida Plus Heilmoor hervorragend. Das Ida Plus Heilmoor gilt als besonders hochwertig und wird ausschließlich in Deutschland im Schweriner Hochmoor gewonnen. Die enthaltenen Humin- und Fulvo-Säuren unterstützen die schadstoffausschleusenden Prozesse. Gleichzeitig wird dünnflüssigem Kot Wasser entzogen, sodass der Kot wieder fester wird. Darüber hinaus bindet es, wie ein Schwamm, überschüssige Magensäure und hat eine appetitanregende Wirkung.



Meine Katze erbricht

Auch Erbrechen tritt bei Katzen sehr häufig auf.
Oftmals stecken ganz harmlose Gründe dahinter:
  1. Haarballen, die sich in Folge der Fellpflege im Magen sammeln können
  2. zu schnelles Fressen oder zu kaltes Futter
  3. Aufnahme von verdorbenem Futter
  4. Futtermittelunverträglichkeiten/ Allergien
  5. Magen-Darm-Infektionen aufgrund von Bakterien oder Viren
  6. Organerkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Bauchspeichelentzündung
  7. Stress


Haarballen erbrechen

Katzen verbringen sehr viel Zeit mit der Fellpflege und putzen sich ausgiebig. Dabei nehmen sie auch lose Haare auf.
Normalerweise passieren die aufgenommenen Haare problemlos den Magen-Darm-Trakt und werden mit dem Kot wieder ausgeschieden. Manchmal sammeln sich die Haare jedoch zu richtigen Haarballen im Magen der Katze an.
Insbesondere bei Wohnungskatzen, vor allem bei denen mit mittlerem bis langem Fell und während des Fellwechsels kommen Haarballen recht häufig vor.
Auch durch übermäßiges Belecken aufgrund von Hautproblemen, wie Allergien oder Flöhen, oder durch Stress ist die Wahrscheinlichkeit für die Ausbildung von Haarballen erhöht.
Wenn Haarballen nicht erbrochen werden, können gesundheitliche Probleme, wie ein Darmverschluss, auftreten. Eine angepasste Ernährung z. B. mit einem erhöhten Ballaststoffanteil (z. B.Ida Plus Gastrofit oder Ida Plus Flohsamenschalen) sowie eine regelmäßig durchgeführte Fellpflege und/ oder das Verabreichen von Haarballenpasten können die Entstehung von Haarballen verringern.


Hausmittel gegen Erbrechen bei Katzen

Wenn deine Katze insgesamt fit wirkt und sich normal verhält, kannst du versuchen, sie zunächst mit Hausmitteln zu unterstützen.
Auch bei Erbrechen solltest du deiner Katze eine selbst zubereitete Schonkost aus hochwertigem Fleisch (z. B. Hähnchen- oder Putenbrust) sowie einer leicht verdaulichen Kohlenhydratquelle wie gekochten Kartoffeln oder Reis in kleinen Mengen anbieten.
Achte außerdem darauf, dass du das Futter immer zimmerwarm verfütterst. Daneben sollte deine Katze viel Flüssigkeit zu sich nehmen, um nicht zu dehydrieren.
Freigängerkatzen sollten erst einmal zu Hause bleiben und insgesamt solltest du deiner Katze viel Ruhe gönnen.

Sobald es deiner Katze wieder besser geht, kann sie wieder langsam an ihr normales Futter gewöhnt werden. Um keine weitere Magenverstimmung zu riskieren, sollte die Futterumstellung langsam und schrittweise erfolgen.
Hält das Erbrechen länger als 24 Stunden an oder deiner Katze geht es insgesamt schlechter, musst du unbedingt zu deinem Tierarzt gehen.
Katzen, die länger als 24 Stunden fasten, können nämlich eine lebensbedrohliche Lebererkrankung, die hepatische Lipidose entwickeln.


Die hepatische Lipidose

Die hepatische Lipidose, auch Leberverfettung genannt, wird durch länger anhaltende Hungerzustände verursacht. Insbesondere übergewichtige, weibliche Katzen sind betroffen.
Frisst die Katze nicht mehr oder nur geringe Mengen, beginnt der Körper, Fett aus den Fettspeichern zu lösen. Diese Fette können von der Leber aufgrund fehlender Enzyme nicht zu Energie abgebaut werden. Sie lagern sich in die Leberzellen ein. Eine Leberverfettung ist die Folge.

Die erkrankten Tiere sind matt und apathisch, zeigen Erbrechen und Durchfall sowie Gewichtsverlust. Damit die Leberverfettung nicht weiter fortschreitet, müssen die Katzen in einer Tierklinik zwangsgefüttert werden. Dies geschieht in der Regel mittels einer Sonde. Wird bei einer Leberverfettung sofort mit einer intensiven Therapie begonnen, besteht eine geringe Chance auf Heilung. Meistens führt die Leberverfettung jedoch in kurzer Zeit zum Tod der Katze.

 Daher ist es essenziell wichtig, eine Katze niemals hungern/ fasten zu lassen!


Meine Katze leidet unter Verstopfung

Aufgenommenes Futter wird innerhalb von 12 bis 24 Stunden vollständig verdaut. Daher sollte deine Katze täglich Kot absetzen. Eine Verstopfung, auch Konstipation genannt, liegt vor, wenn deine Katze deutlich seltener oder gar keinen Kot mehr absetzen kann.
Tritt Verstopfung chronisch auf, spricht man auch von Obstipation. Infolge der Verstopfung staut sich der Kot im mittleren Abschnitt des Dickdarms, dem Kolon an.
Betroffene Katzen versuchen häufig angestrengt auf Kot zu pressen und setzen sehr harten, trockenen Kot ab. In den meisten Fällen lässt sich die Ursache der Verstopfung nicht mehr ermitteln.
Es gibt jedoch einige begünstigende Faktoren:
  1. Übergewicht
  2. Bewegungsmangel
  3. eine zu geringe Wasseraufnahme
  4. eine ballaststoffarme Fütterung
  5. Stress


Hausmittel gegen Verstopfung bei Katzen

Leidet deine Katze kurzzeitig unter Verstopfung, reicht es normalerweise, die Ernährung zu optimieren. Hierfür sollten Ballaststoffe eingesetzt werden (z. B. Flohsamenschalen). Sie sorgen als quellfähige Pflanzenfasern dafür, dass der Kot weich und geschmeidig bleibt. Darüber hinaus solltest du darauf achten, dass deine Katze ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Du kannst beispielsweise das Futter mit Wasser verdünnen oder z. B. mittels ungesalzener Brühe bzw. Thunfischwasser/ Leberwurst das Trinkwasser deiner Katze aromatisieren.
Um eine übermäßige Keimbelastung zu verhindern, ist es wichtig, dass das aromatisierte Wasser 2-3x täglich gewechselt wird.
Biete deiner Katze außerdem mehrere Trinkplätze und Katzentoiletten an. Darüber hinaus solltest du versuchen, bestehende Stressoren zu identifizieren und zu beseitigen.
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